Männer, die privat krankenversichert sind, werden in Zukunft bald mehr für ihre Versicherung bezahlen müssen. Wie die Tageszeitung DIE WELT in ihrem Onlineauftritt berichtet, werden die Privaten Krankenversicherungen ab Januar 2008 insbesondere für junge Männer teurer. Grund dafür ist, dass auch sie sich finanziell an den Kosten für Schwangerschaft und Geburt beteiligen müssen.
Bislang wurden diese Kosten nur auf die Policen von Frauen umgelegt. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet eine solche einseitige Verteilung jedoch seit neuestem. Eine derartige Benachteiligung weiblicher Privatpatienten ist im Sinne dieses Gesetzes nicht mehr zulässig.
Im Schnitt werden rund zwei Prozent der Versicherungsleistungen einer Kasse für Geburt und Schwangerschaft ausgegeben. Die Spanne für Beitragserhöhungen dürfte jedoch deutlich höher liegen. Es wird mit Aufschlägen von bis zu zehn Prozent gerechnet. Die durchschnittliche Erhöhung liege jedoch bei drei Prozent, wie eine Sprecherin der Privaten Krankenkassenvereinigung mitteilte. Die Erhöhungen werden vor allem junge Männer treffen. Laut der Zeitschrift "FINANZtest" wird es bei den über 49jährigen keine großen Mehrkosten geben.
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